Kerstin Kassner
Listenplatz 3
Wahlkreis 15 (Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I)
Beigeordnete und 2. Stellvertreterin des Landrates Vorpommern-Rügen
Kreisvorsitzende DIE LINKE. Vorpommern-Rügen
Geboren: 7.1.1958
Beruf: Kellnerin
Homepage: www.kerstin-kassner.de
Mein politisches Leben
Aus einer sehr politisch interessierten Familie stammend, gehörte die Beschäftigung mit Politik für mich so lange ich denken kann zum Alltag.
Doch mit der politischen Veränderung 1989/90 wurde die Politik für mein weiteres Leben zum bestimmenden Inhalt.
Damals als Hotelleiterin beim FDGB Feriendienst beschäftigt, kandidierte ich für die letzte Volkskammer der DDR (was damals noch nicht klar war) und wurde am 18. März 1990 Abgeordnete dieses Parlaments.
Eine äußerst aufregende Zeit mit riesigen Veränderungen begann. Ich arbeitete im Ausschuss für Handel und Tourismus und im Postausschuss mit.
Wir bekamen riesige Berge von Gesetzen zur Entscheidungsfindung vorgelegt und mussten sie bewerten, die Auswirkungen zeigten sich oft erst viel später. Die Kritik meiner Fraktion beispielsweise am Einigungsvertrag wurde weggestimmt.
Die Volkskammer beschloss dann ihre Auflösung und den Beitritt der DDR zur BRD zur deutschen Einheit.
Damit gleichzeitig wurden die neuen Bundesländer gebildet, so auch das Land Mecklenburg-Vorpommern. Ich kandidierte für dessen Landtag und wurde am 25.10.1990 als Mitglied gewählt.
Im Landtag Mecklenburg-Vorpommern wirkte ich 11 Jahre; im Finanzausschuss, im Wirtschaftsausschuss sowie im Tourismusausschuss, für dessen Bildung ich mich stark einsetzte. Denn der Tourismus ist eine der prägenden Branchen unseres Landes und bedarf der Unterstützung und Förderung.
Als arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion hatte ich dieses Politikfeld besonders im Blickpunkt, zumal mit jedem Monat die Arbeitslosigkeit zunahm und nie gekannte Ausmaße erreichte.
Nach meiner 2. Wiederwahl in den Landtag wählte das Parlament mich zu seiner Vizepräsidentin. Diese Tätigkeit war geprägt durch die Zusammenarbeit mit vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern sowie mit Besuchern und Gästen aus vielen Ländern.
Im Jahr 2001 wurde das erste Mal in den Kreisen Mecklenburg-Vorpommern die Landräte direkt gewählt. Auf Bitten meines Kreisverbandes, dem ich 8 Jahre als Kreisvorsitzende vorstand, stellte ich mich dieser Wahl und schaffte es, im 4. Wahlgang gewählt zu werden. Daraufhin habe ich 10 Jahre die Verwaltung des Landkreises Rügen geführt und konnte im Jahr 2008 wiedergewählt werden.
Am 04. September 2011 fusionierten die Landkreise Rügen und Nordvorpommern mit der bis dato kreisfreien Stadt Stralsund auf Grund einer Kreisgebietsreform.
Die Wahlen zum Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen verfehlte ich um wenige Prozent. Deshalb bin ich jetzt tätig als Beigeordnete und 2. Stellvertreterin des Landrates und in dieser Funktion für das Kommunale Jobcenter verantwortlich.
Ehrenamtlich leite ich den Kreisvorstand der Linken des Kreises Vorpommern-Rügen, bin Vorsitzende des Prora-Zentrums (befasst sich mit der Geschichte des „Koloss von Rügen“), arbeite im Vorstand des TVR, bin Kuratoriumsvorsitzende der KSR und in weiteren Vereinen auf der Insel Rügen tätig.
Meine Gründe für die Kandidatur:
22 Jahre nach Wiederherstellung der deutschen Einheit ist die Gerechtigkeit zwischen Ost und West noch immer nicht hergestellt. Die Arbeitslosenzahlen sind Beweis dafür. Zu viele Menschen sind seit der Wende ausgegrenzt, weil sie keine Arbeit haben – mit verheerenden Auswirkungen für die Gesundheit, das Selbstwertgefühl, die Chancen der Kinder und die Situation im Alter.
Die Sozialgesetzgebung gibt darauf nur unzureichende Antworten. Daran will ich etwas ändern! Meine kommunalpolitische Erfahrung möchte ich einbringen, um für eine verbesserte Finanzausstattung der Kommunen zu kämpfen. In den Städten und Gemeinden fühlen sich die Menschen nur wirklich zu Hause, wenn auch ein Gemeinwohl organisiert werden kann. Hier zu müssen über die Steuergesetze dringend Veränderungen erreicht werden, dafür will ich streiten.
Außerdem reizt mich der Wahlkampf in meinem Wahlkreis mit Frau Dr. Merkel. Da macht es richtig Spaß alles zu geben, um sie von ihrem "Thron" zu verdrängen.

