Prüfung der Südvariante für die Ortsumgehung Zirchow
Zum gemeinsamen Antrag der rot-roten Koalition erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:
„Mit unserem Antrag wollen wir die Menschen des Ortes Zirchow unterstützen. Hintergrund ist der zunehmende Durchgangsverkehr auf der B 110, der seit der Eröffnung des Swinetunnels im Juni 2023 deutlich zugenommen hat. Die Menschen leiden unter Lärm, Abgasen und Sicherheitsrisiken durch den Verkehr.
Umso erfreulicher ist es, dass eine Ortsumgehung geplant wird. Derzeit wird im laufenden Planungsverfahren die Nordvariante favorisiert. Die wirtschaftlichere Nordvariante durchquert jedoch ein wertvolles Niedermoorgebiet und würde damit dauerhaft in die Flora und Fauna eingreifen.
Die Südvariante, die bei den Einwohnenden favorisiert wird, nutzt vorhandene Infrastrukturen und würde den Flughafen Heringsdorf sowie die südlich wachsenden Siedlungsbereiche besser anbinden. Bisher gilt diese Variante als unwirtschaftlich, da hierfür zwei Brückenbauwerke erforderlich wären, um die Bahnschienen zu queren.
Mit unserem Antrag fordern wir die Landesregierung dazu auf, dass die Deutsche Bahn prüfen soll, ob die Bahntrasse um 30 Meter in den Süden verlegt werden kann. Dadurch würde der Brückenbau entfallen und die Variante würde günstiger werden.
Wir denken pragmatisch, zukunftsfähig und die verschiedenen Verkehrswege gemeinsam. Im Mittelpunkt sollen die Menschen in Zirchow stehen.“
