Das geht zu weit!
Wenn ein Stadtvertreter der CDU in Anklam die Ausgrenzung von NPD-Mandatsträgern mit der Verfolgung von politisch anders Denkenden im Hitler-Regime vergleicht, geht das zu weit. Offenbar bringt Herr Schulz hier einige Dinge durcheinander, indem er Galanders Aktion kritisieren will und letztlich nur der NPD hilft. Und wenn sein Kreisvorsitzender - der Landtagsabgeordnete Liskow - sich für diesen „klarstellenden Bericht“ auch noch bedankt, zeigt dass einmal mehr, welch großen Nachholebedarf es bei der Union in Sachen Auseinandersetzung mit der NPD gibt. Das Schweigen der Landesspitze der CDU in diesem Fall spricht Bände. Natürlich bedarf es dem von Schulz geforderten offenen Diskurs mit den NPD-Vertretern, aber in der Stadtvertretung ,in der Öffentlichkeit- und nicht in einer möglicherweise vertrauenserweckenden Kaffeerunde. Natürlich muss man versuchen, NPD-Wählerinnen und -Wähler wieder in das demokratische Spektrum zurückzugewinnen, durch eigene, überzeugende Konzepte und Argumente- aber nicht mit fragwürdigen historischen Vergleichen! Man mag die Fotoaktion von Bürgermeister Galander sinnvoll finden oder nicht- die Reaktionen auf der Internetseite der CDU Vorpommern-Greifswald aber sind ein untaugliches Mittel der Reaktion. Die NPD, dass dürfte auch der CDU in Anklam bewusst sein, versucht alles, um den Eindruck einer normalen Partei zu erwecken. Diesem Versuch einer verfassungsgefährdenden und demokratiefeindlichen Partei muss entgegen gewirkt werden. Auch wenn man am größten Tisch in der Kaffeepause sitzt, kann man das: Auf die Frage,ob hier noch Platz sei, reicht ein einfaches Nein! Also: erst nachdenken, dann reden und handeln!

