Anti-Nazi-Protest in Wolgast
Die NPD wollte einen Fackelumzug durch Wolgast durchführen, um gegen das Asylbewerberheim in Wolgast-Nord Front zu machen.
Dieses Datum ist natürlich nicht ohne Grund gewählt worden. Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden geplündert, jüdische Frauen, Männer und Kinder wurden erschlagen oder in Konzentrationslager verschleppt. Der Holocaust nahm seinen Anfang. Den Neonazis wurde nach Verbot des Landkreises gerichtlich genehmigt, auf einer anderen Route zu demonstrieren.
Der Wolgaster Präventionsrat hatte eine friedliche Gegenaktionen vorbereitet, zu der über 700 Menschen kamen. Mit einem Demonstrationszug durch Wolgast-Nord warben die Teilnehmer_innen für ein friedliches Miteinander.
Auf der Abschlusskundgebung sprachen der Bürgermeister Stephan Weigler (parteilos), die Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU), die Landtagsabgeordnete und linke Kreisvorsitzende Dr. Mignon Schwenke und die Bundestagsabgeordnete Dr. Martina Bunge (DIE LINKE.).
Alle Redner_innen waren sich einig, dass die NPD verboten werden muss und nicht länger mit Hilfe von Steuergeldern ihre hasserfüllten Gedanken und Taten weiterverbreiten darf.

