45% Prozent der Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten zu Niedriglöhnen
DIE LINKE fordert Mindestlohn von 10 Euro
„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde ist längst überfällig“, erklärt die Landesvorsitzende der LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, Heidrun Bluhm, anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai.
Laut einer Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag bei der Bundesagentur für Arbeit liegt in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.802 Euro erhalten, bei 44,9% Prozent. Das sind in Mecklenburg-Vorpommern 167.898 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
In Anbetracht dieser Zahlen fordert die Bundestagsabgeordnete Heidrun Bluhm: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet.“ In Mecklenburg-Vorpommern bekommen 24.758 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht, so Bluhm weiter.
„Unverständlich ist in diesem Zusammenhang die Ablehnung des Antrages der Linksfaktion im Landtag ‚Leiharbeit wirksam begrenzen‘ durch SPD und CDU am vergangenen Freitag. Diese Form des Niedriglohns betrifft in unserem Bundesland rund 10.000 Menschen.“
DIE LINKE unterstützt auch die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai dieses Jahres nach neuen Regelungen für gute Arbeit. Insbesondere den Beschäftigten im Einzelhandel versicherte DIE LINKE ihre Solidarität und praktische Unterstützung in den kommenden Wochen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer kämpfen im Einzelhandel zurzeit für eine Erhöhung der Löhne und wollen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit und Zuschläge abwehren.
Der 1. Mai ist ein guter Anlass, auch auf Straßen und Plätzen in Mecklenburg-Vorpommern für diese Forderungen einzutreten, z.B. bei den Mai-Veranstaltungen in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Bad Doberan, Torgelow oder andernorts, an denen sich auch DIE LINKE beteiligt.

