Grubeneinfahrt Ensdorf
Am 13.05.08 trafen sich der saarländische Bundestagsabgeordnete der Partei
DIE LINKE, Volker Schneider, der Landesvorsitzende Rolf Linsler, die stellvertretende Landesvorsitzende Tatjana Heffinger, das Mitglied des Landesvorstandes Lothar Schnitzler, der Kreisgeschäftsführer des Kreises Saarlouis, Christian Bonner, der Vorsitzende des Ortsverbandes Schwalbach, Dietmar Bonner sowie die Mitglieder des Vorstandes im Ortsverband Schwalbach,Detlef Schmidt und Alois Schütz am Mahnfeuer vor der Anlage Duhamel zu einer Grubenfahrt.
Begrüßt wurden wir in der Aula der Anlage durch den Betriebsdirektor für Produktion Herrn Peter Plitzko. Er informierte ausführlich über die gegenwärtige Situation des Bergwerks Saar und den augenblicklichen Abbau im Flöz Grangeleisen. Ebenso stellte er die Zukunftsplanung des Bergwerks und den Abbau im Flöz Wahlschied vor. Nach einer anschließenden Diskussion zu den angesprochenen Themen ging es zum Umziehen ins Ingenieurbad.
Von der Rasenhängebank brachte uns der Förderkorb zur 16. Sohle, von dort ging es mit dem Personenzug weiter. Nach dem Erreichen des Personenbahnhofs sind wir auf die zur Personenbeförderung vorgesehene Kulibahn umgestiegen und bis zur Fußstrecke des Strebes 20.4 Ost im Flöz Grangeleisen gefahren.
Unter der Führung von Herrn Plitzko erreichten wir nach einem schweißtreibenden Fußmarsch den Strebeingang. Eindrucksvoll konnten wir im Streb verfolgen, wie mit modernster Technik die Kohle abgebaut wird.
Bei dieser Gelegenheit konnten wir vor Ort viele Gespräche mit den Bergleuten
führen. Sie waren alle erfreut darüber, endlich wieder Kohle abbauen zu dürfen.
Sie hoffen darauf, daß der Kohleabbau im Flöz Wahlschied wie vorgesehen genehmigt wird. Mit vielen für uns neuen Eindrücken, sowohl traten wir den Rückweg an. Gegen 17.30 Uhr hatten wir wieder die Rasenhängebank erreicht.
Zum Abschluss unserer Grubenfahrt wurden wir zu einem Kauenimbiss eingeladen. Wie dies bei den Bergleuten Sitte ist, erfolgte das in Arbeitskleidung und mit Kohle geschwärztem Gesicht.
Wir bedanken uns bei der RAG, die uns diese Grubenfahrt ermöglichte und bei Herrn Peter Pliztko für die ausführlichen Informationen und seine Führung unter Tage.
Das Bild zeigt von links nach rechts.
Hans-Dieter Herzog, Alois Schütz,Volker Schneider,Detlef Schmidt, Dietmar Bonner,
Christian Bonner,Lothar Schnitzler und Tatjana Heffinger.
Gegen die Privatisierung der Saarbrücker Stadtwerke
Mit Respekt reagiert der Landesvorsitzende der LINKEN, Rolf Linsler, auf die Darlegungen führender VVS-Verantwortlicher, dass der Teilverkauf der Stadtwerke, wie der Verkauf des Kraftwerks Römerbrücke und die Privatisierung der Vermarktung von Strom, Gas und Wasser ein „strategischer Fehler" gewesen sei. Nun müssten aber die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.
„Es ist heutzutage alles andere als selbstverständlich, wenn Entscheidungsträger Fehler eingestehen, auch wenn sie - wie im Saarbrücker Fall - nicht persönlich verantwortlich sind.", so Linsler. „Die VVS muss alle Varianten prüfen, den bereits privatisierten Anteil zurück zu bekommen." Außerdem gäbe es nach Auffassung der LINKEN andere Möglichkeiten in den Energieerzeugungsmarkt einzusteigen. Gerade kleinteilige Anlagen mit hohem Wirkungsgrad und Kraft-Wärme-Kopplung haben Zukunft, auch in finanzieller Hinsicht.
Klar sei für die LINKE dennoch, dass sie sich mit aller Entschlossenheit gegen die weitere Privatisierung öffentlichen Eigentums engagieren wird.
Dazu führt die Partei derzeit Gespräche mit Gewerkschaften, Kirchen und Vereinen, um ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten. „Die Menschen in Saarbrücken haben ein Recht darauf mit zu entscheiden, was mit ihren Eigentum geschieht", so Linsler. „Es ist ein Unding, wenn solche einschneidende Maßnahmen vom Saarbrücker Stadtrat allein entschieden werden und dieser Stadtrat im kommenden Jahr vollkommen anders besetzt sein wird."


